PM: AStA zieht nicht in Libeskind-Bau: Studierendenvertretung zieht Konsequenzen aus der jahrelangen Kritik

Folgende Pressemitteilung haben wir am 9. März anlässlich der Einweihung des Zentralgebäudes veröffentlicht. Kurz gesagt haben wir uns anschließend an unsere jahrelangen Kritik entschieden, nicht in das Gebäude umzuziehen. Außerdem kritisieren wir die Umbenennung der Uelzener Straße in Universitätsallee.

Am 11. März wird nach etwa zehnjähriger Planung das Zentralgebäude der Leuphana eröffnet. Die Studierendenschaft der Universität Lüneburg hat diesen Prozess stets kritisch begleitet und sich dafür eingesetzt, dass die vielfältigen Fehlentwicklungen im Rahmen der Entstehung nicht in Vergessenheit geraten. Der AStA kann über das Geschehene nicht hinwegsehen und wird deswegen das Angebot der Universität auf Räume im Zentralgebäude nicht annehmen. AStA-Sprecherin Susanna Dedring dazu: „Es ist nun an der Zeit, Konsequenzen aus der jahrelangen Kritik zu ziehen. Ein Einzug ins Zentralgebäude würde für uns eine nachträgliche Legitimation und Billigung des Prestigebaus bedeuten. Des Weiteren entsprechen die angebotenen Räume überhaupt nicht dem Bedarf, den wir für unsere Arbeit haben. Schon bei der Planung wurde die Meinung der Studierendenschaft nicht ausreichend angehört.“
AStA-Sprecher Benjamin Christodoulou erklärt die Kritik an Neubau und Präsidium: „Das Verhalten des Präsidiums im Rahmen der Zentralgebäude-Entstehung ist untragbar. Die Gründe für die 2014 geäußerte Rücktrittsforderung von Student*innenparlament und AStA an den Präsidenten sind nach wie vor aktuell.“ Die Chronik der Planung und des Baus ist geprägt von behördlichen Berichten zu Unklarheiten bei der Finanzierung, zur Nicht-Offenlegung relevanter Planungsstände sowie zu unrechtmäßigen Auftragsvergaben und privatwirtschaftlichen Verstrickungen. Christodoulou dazu weiter: „Große Teile der Kostensteigerungen und Bauzeitverlängerungen lassen sich auf Fehlkalkulationen und unzureichende Planung zurückführen. Wir bemängeln darüber hinaus den Umstand, dass die Universität der Meinung ist, nur mit einem Prestigebau wettbewerbsfähig bleiben zu können. Bildungsinstitutionen sollten nicht in einem Wettbewerb zueinander stehen und schon gar nicht in einem, der von der Qualität der Forschung und Lehre völlig losgelöst ist.“ (mehr …)

RPO meutern! studentische Vollversammlung – Beschlüsse und Protokoll

45SfUAn6Gestern, am 1.6., hat die studentische Vollversammlung zur Rahmenprüfungsordnung stattgefunden. Die Mitschrift der Vollversammlung findet ihr hier. Auf dieser Vollversammlung wurden zwei Beschlüsse gefasst. Zusätzlich zu den Beschlüssen sind Arbeitsgruppen aus der Vollversammlung hervorgegangen, die sich mit folgenden Themen beschäftigen wollen:

  • Begleitende Gremienarbeit
  • Ideal-RPO
  • Entscheidungsprozesse / Studentische Beteiligung
  • Aktionen
  • Grundsatzkritik an Bildung

An diesen offenen Arbeitsgruppen können sich jederzeit neue Personen beteiligen. Wenn du Lust hast, an der Arbeit in einer Gruppe mitzuwirken oder dich über die dortige Arbeit informieren möchtest, dann melde dich bei buero@asta-lueneburg.de um dich auf den Verteiler zu schreiben.

Es waren ca. 150 Personen anwesend. Die gefällten beschlüsse lauten wie folgt: (mehr …)

Stellungnahme zur RPO // Aufruf zur Vollversammlung

Mit einem breiten Bündnis aus hochschulpolitischen Akteur*innen kritisieren wir die aktuelle RPO. So können wir nicht studieren!
Deshalb rufen wir zur Vollversammlung zur RPO am 1. Juni um 14.30 Uhr in Hörsaal 2 auf.

Den Text der Stellungnahme findet ihr hier:

 

Zum Wintersemester 2015/2016 ist die neue Rahmenprüfungsordnung (RPO) in Kraft getreten. Seitdem sind die Probleme, die sich für uns Studierende ergeben, zahlreich. Zum einen fällt durch den Anmeldetermin mitten im Semester die von uns Studierenden geschätzte Flexibilität weg, die Klausurenphasen kurzfristig planen zu können. Der Termin mitten im Semester führt außerdem dazu, dass die Anmeldung zur Prüfung teils vor Beginn der zugehörigen Veranstaltung erfolgen muss. Des Weiteren hat ein gemeinsamer Termin für die Abgabe von Hausarbeiten und vergleichbaren Prüfungsleistungen eine enorme Konzentration des Workloads in der vorlesungsfreien Zeit zur Folge. (mehr …)

Beschluss der Vollversammlung zum Semesterticket

Liebe Studierende,

es wurde auf der studentischen Vollversammlung vom 20. April 2016 um 15:30 Uhr in HS 5 eine Urabstimmung für das Semesterticket beschlossen. Der Beschluss zur Urabstimmung wird gemäß §38 Abs. 1 der Satzung der Studierendenschaft hiermit hochschulöffentlich bekannt gegeben:

Die Vollversammlung möge beschließen, dass es eine Urabstimmung zum Semesterticket geben wird. Die Urabstimmung erfolgt im Rahmen der studentischen Hochschulwahlen vom 23. bis 25. Mai 2016 im Wahllokal innerhalb der Mensa auf dem Campus Scharnhorststraße. Der Abstimmungszeitraum beginnt ab dem 04.05. für die Briefwahl. Es werden folgende Varianten zur Wahl stehen:

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Still Not Loving AfD

es reicht afd

AStA und StuPa lehnen jegliche Zusammenarbeit mit der „Alternative für Deutschland“ (AfD) ab, wie aus folgendem Beschluss der Gremien hervorgeht:

Die verfasste Studierendenschaft der Universität Lüneburg lehnt jegliche Zusammenarbeit, Kontaktaufnahme oder Beantwortung von Anfragen im inhaltlichen Sinne mit der Partei „Alternative für Deutschland” (AfD), ihrer Jugendorganisation „Junge Alternative” (JA) sowie den Junge Alternative Hochschulgruppen oder anderen AfD-parteinahe Hochschulgruppen sowie in diesen Strukturen organisierten Personen ab. Diskriminierende Inhalte und Äußerungen der rechtspopulistischen bis extrem rechten Partei und ihr Eintreten für eine Elitisierung der Hochschulen stehen den Forderungen der Studierendenschaft nach einer offenen, diskriminierungsfreien Hochschule direkt entgegen. Die Studierendenschaft sieht sich deshalb in der Pflicht über die Gefahren, die von AfD und nahen Strukturen ausgehen, aufzuklären und aktiv gegen deren Erstarken, insbesondere an der Hochschule, vorzugehen. (mehr …)

Solidarität lässt sich nicht brechen. Sie wächst.

FacebookheaderZahlreiche Politische Organisationen und Medienschaffende kämpfen gemeinsam mit Student*innenvertretungen gegen Sexismus und Zensur.
Solidarität lässt sich nicht brechen. Sie wächst.

Am 02.03.2016 um 11 Uhr veröffentlichen abermals zahlreiche politische Organisationen und Medienschaffende innerhalb eines erweiterten Zusammenschlusses „zensierte“ Zeitungsartikel gegen Sexismus und sogenannte „Pick-up-Artists“. Diese Artikel waren zunächst in der Student*innenzeitung der Universität Frankfurt am Main publiziert worden und mussten nach einem Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main aus dem Umlauf gezogen werden. (mehr …)

Studierende kämpfen trotz Abmahnungswelle weiter gegen Zensur. Kritik an Sexismus und sexualisierter Gewalt darf nicht eingeschränkt werden

AStAlogo-aktuell-smallNach einer gemeinsamen Aktion gegen Sexismus, sexualisierte Gewalt und die sogenannte „Pick-Up-Szene“ erhielten mehrere Studierendenvertretungen und -verbände Abmahnungen von einer Medienkanzlei. Die beteiligten Organisationen haben Artikel aus einer Studierendenzeitung der Uni Frankfurt wiederveröffentlicht, nachdem den Frankfurter Studierenden untersagt wurde, sich öffentlich zu dem Themengebiet zu äußern. Begründet wurde diese Zensur unter anderem damit, dass die Studierenden damit ihr Mandat übertreten hätten. Die Aktion der Studierendenorganisationen sollte bekräftigen, dass eine Trennung von Hochschul- und Allgemeinpolitik nicht haltbar ist und zu willkürlicher Justiz führt. Tatsächlich ist es wichtig, dass Studierendenschaften sich gegen Sexismus und Gewalt einsetzen, auch wenn diese Phänomene nicht auf die Hochschule begrenzt bleiben.

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Pressemitteilung des fzs zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz

fzs_logoBundesweite Aktionstage gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen – Studierende kritisieren Novelle des WissZeitVG

30.11.2015: Am 1.12. findet in mehreren Städten ein Aktionstag für bessere Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen statt. Im Kern geht es bei diesen Aktionen um Entlohnung, Entfristungen, eine angemessene Ausgestaltung von Stellen und demokratische Aushandlung der eigenen Arbeitsbedingungen im Rahmen von Tarifverträgen. Wo er noch nicht existiert, wird die Einführung des Tarifvertrags gefordert. An vielen Orten richtet sich der Protest gegen des Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) und das Tarifeinheitsgesetz, das nichts anderes als die Gängelung gewerkschaftlicher Arbeit darstellt.

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Pressemitteilungen zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz – fzs, LAK, AStA

fzs_logoHire & Fire an Hochschulen bleibt in Kraft

Die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) geht heute in die erste Lesung im Bundestag. Dieses Gesetz ist derzeit verantwortlich für das Befristungsunwesen an den Hochschulen. Anlässlich der Einbringung übt der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) Kritik an der unzureichenden Neufassung.
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