#notmyRPO

Vergangenen Mittwoch wurde auf der ZSK eine Empfehlung für eine Änderung der Rahmenprüfungsordnung beschlossen. Vieles daran finden wir – milde gesagt – eher ungünstig: die mögliche Anwesenheitspflicht für Seminare, dass wir nur noch 30 anstatt von 60 Zusatz-CP belegen dürfen, dass die 2. Klausurenphase ins Folgesemester verschoben werden soll, dass sowohl Anmelde- als auch Abmeldefristen nach vorne verschoben werden und dass diese ganzen Verschlechterungen keine Übergangsfristen haben.

Alle Änderungen, die wir befürchtet hatten und gegen die wir uns bei der studentischen Vollversammlungen mit überwältigender Mehrheit ausgesprochen haben, wurden also am Mittwoch von der Zentralen Studienkommission (ZSK) als Empfehlung dem Senat übergeben. Wir sind erschrocken und enttäuscht davon, wie der Prozess gelaufen ist und wie mit studentischen Meinungen umgegangen wurde. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen! Der Senat wird am 10.07. über den Entwurf abstimmen und wir haben vor, davor nochmal ordentlich Action zu machen und zu zeigen, dass wir uns nicht mit einer verschulten, unsolidarischen und hierarchischen Universität zufrieden geben werden.

  • Ihr könnt eure Unterschriften gegen die Änderungen abgeben. Wir haben sowohl eine Petition online gestartet als auch analog eine Studierendeninitiative, die im Niedersächsichen Hochschulgesetz verankert ist. Die analoge Unterschriftenliste findet ihr im AStA-Büro, beim Hochschulsport, in einigen Veranstaltungen und auf der Mahnwache.
  • Seit heute gibt es vor Gebäude 9 eine Mahnwache. Dort werden Sofas stehen, ihr könnt Banner und Plakate malen, miteinander diskutierten (es sind explizit auch Mitglieder des Senats eingeladen, sich mit Student*innen auszutauschen), und auch eure Unterschrift da lassen.
  • Am Dienstag um 19 Uhr gibt es eine Folge Katerfrüstück zum Thema. Schaltet dafür einfach bei 95.5 fm ein und lauscht einer spannenden Debatte zwischen Studis und Lehrenden!
  • Am Mittwoch, den 10.07., also während der Senatssitzung, laden wir euch ganz besonders herzlich ein, an der Mahnwache teilzunehmen. 
  • Zwischendrin und immer wieder könnt ihr mit euren Dozierenden diskutieren, die Liste der Senatsmitglieder findet ihr auch weiter unten im Pad. 
  • Neben diesen Protesten werden unsere studentischen Vertreter*innen im Senat und in anderen Gremien natürlich alles geben, um soviele Änderungsanträge wie möglich durchzubekommen. 

Und bevor wir jetzt noch einmal unsere Kritik am Prozess zusammenfassen möchten wir erstmal allen danken, die sich bis jetzt schon eingebracht haben – wenn in der vorletzten Uniwoche bei bestem Ilmenau-Wetter das komplette AStA-Büro für eine Besprechung voll ist, zeigt das, wie fatal die Änderungsvorschläge sind. Und es zeigt auch, dass wir gar nicht mal so faul sind wie einige Mitglieder der ZSK anscheinend denken.

Was stört uns eigentlich an dem Prozess?

Am Anfang des Prozesses wurde von vielen Seiten immer wieder angemerkt, dass alles transparent und fair ablaufen soll. Das hat nicht geklappt. So wurden uns Unterlagenzu spät zugeschickt und in diesen Unterlagen waren von Änderungen die Rede, die in Vorgesprächen nie angesprochen wurden. Diese und andere Änderungen wurden dann während der Sitzung nicht ausreichend oder überhaupt nicht diskutiert. Der Grund dafür: keine Zeit. Wir sind der Auffassung, dass demokratische Prozesse nicht wegen Zeitmangel abgebrochen werden dürfen. Stattdessen sollte lieber noch eine Sitzung eingeplant werden. 

Neben unserer Kritik an dem Prozess stellen wir uns auch entschieden gegen die inhaltlichen Änderungsvorschläge der ZSK. Wenn ihr dazu Fragen habt, kommt gern zu unserer Mahnwache vor Gebäude 9.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei