Statement zum WiSe 2020/2021

Liebe Kommiliton*innen, 


als Vertreter*innen der Student*innenschaft haben wir, wie sicher schon bekannt, zum Beginn des Semester 13 Themen angesprochen, gestützt durch unsere Umfrage (https://taz.de/Asta-Umfrage-an-der-Uni-Lueneburg/!5688803/ ). Durch die Austauschmöglichkeit im Krisenstab konnte die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen auf dieseThemen gelenkt werden, einige davon konnten wir auf diesem Wege bis zur Umsetzung bringen. Die Forderungen an das Bundesministerium für Wissenschaft und Kultur bleiben trotz der kaum wirksamen Nothilfefonds bestehen, weiterhin befinden sich viele Student*innen in einer Notlage, ob finanzieller, psychischer oder anderer Natur. Deswegen sind wir unverändert der Ansicht, dass ein Solidarsemester benötigt wird (www.solidarsemester.de ). In der Mail des Präsidiums vom 09.06.2020 wurde klar, dass nicht nur unser Vorschlag, die Student*innen in die Entscheidung der Präsenz- oder Onlineprüfung einzubinden, im Senat abgelehnt wurde, sondern auch, dass mit der aktuell nutzbaren Raumkapazität von ca. 10%-30% von einem größtenteils online stattfindenden Betrieb im Wintersemester ausgegangen werden muss. Es ist klar, dass wir an den Abstandsregelungen und der Masken-Pflicht nicht vorbeikommen. Was die Präsenzprüfungen angeht sorgen wir uns auch um die Wiederkehr von vielen Student*innen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands und den damit zwingend folgenden Kontakt von Menschen aus unterschiedlich betroffenen Gebieten.
Mit Blick auf die Debatte in der AG Lehrplanung für das Wintersemester (eine Arbeitsgruppe in der verschiedene studentische Vertreter*innen aus FGVn, Senat und AStA, sowie verschiedene Universitätsmitarbeiter*innen sitzen) sind wir auf die Planungen zu Hybrid-Veranstaltungen gespannt. Wir befürworten die Kombinationsmöglichkeit, da so sowohl auf die Bedürfnisse von Student*innen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation vor Herausforderungen stehen, als auch die derjenigen, die für die Teilnahme an der Lehre auf die Ressourcen der Universität angewiesen sind, eingegangen werden kann. 


Zum Beispiel ist aktuell in Planung, dass das kommende Semester in einer hybrid Lösung stattfinden wird. Darüber wurde am 15. Juli im Senat abgestimmt und somit unter anderem folgende verschiedene Lehrveranstaltungstypen in die Rahmenprüfungsordnung mit eingeführt:


a) Online-Veranstaltungen

b) Hybrid-Veranstaltungen

c) Präsenzveranstaltungen

d) Mischformen aus a) – c)


Leider leidet die Uni immer noch unter den Einschränkungen durch die Corona Pandemie.  Allerdings soll uns Studis trotz allem eine Planungssicherheit gegeben werden. Natürlich kann es auch hier, je nach Corona-Lage, Änderungen geben, aber die vier oben genannten Modelle sind erstmal angestrebt. An dieser Stelle ist zu sagen, dass sich auch die Lehrenden und das Präsidium für ein Präsenzsstudium ausgesprochen haben. In hybriden Lehrveranstaltungen wird die Möglichkeit geschaffen, sowohl die Lehrperson, als auch die präsent im Veranstaltungsraum anwesenden Studierenden mittels einer Kamera und eines Richtmikrofons audio-visuell zu erfassen und über ein Videokonferenzsystem an diejenigen Teilnehmenden der Lehrveranstaltung übertragen zu können, die nicht präsent und der Lehrveranstaltung von einem anderen Ort aus zugeschaltet sind. Dies muss aus datenschutzrechtlicher Sicht noch geprüft werden. 

Das wird gerade noch an der Uni bearbeitet:

  • Mit dem MIZ konnten wir schon in C.9 und auch in C.14 Seminarräume als Lernorte und Druckmöglichkeiten öffnen. Die Öffnung der Bib ist in Planung, leider hat sich in den letzten Wochen die Lüftungsanlage verabschiedet. Es wurde schon eine Neue eingebaut, die aber noch in Betrieb genommen werden muss, bevor die Bib und viele Arbeitsplätze wieder öffnen können.

Was noch in Angriff genommen werden muss:

  • Der Präsenzbestand in der Bib kann aktuell nicht ausgeliehen werden.
  • Die Arbeitsbelastung in den Seminaren ist immens gestiegen, Rückmeldungen der Studienberatung der Uni, der psychologische Beratungsstelle sowie viele Einsendungen von verzweifelten Student*innen lassen dies erkennen. 
  • Begegnungsstätten fehlen: Bald sollen wieder Gruppenarbeiten in Präsenz stattfinden können – am Besten draußen. Sitzplätze gibt es bei C.9., an der Mensa und bei HS 5. Leider sind dies viel zu wenige. Uns fehlt der Raum, um uns mit Kommiliton*innen austauschen zu können.
  • Seminare, welche ausschließlich über moodle oder mystudy stattfinden, sind keine Seminare. Ein Austauschraum für Fragen und eine kooperative Zusammenarbeit fehlt in diesen “Seminaren”. Keine kompletten remote-Seminare, regelmäßige Austauschräume für ein universitäres Leben schaffen.

Im Großen und Ganzen wünschen wir uns von der Uni eine bessere Kommunikation, was die Planung von Dingen an der Uni angeht. Eine Kommunikation der Planung, welche Perspektiven aufzeigt, die Hoffnung und Lust weckt ins nächste Semester zu starten wäre unserer Meinung nach notwendig. Dazu gehört es auch Dinge zu kommunizieren, welche noch nicht abschließend entschieden sind, oder noch eine Entscheidung von einem Gremium bedarf – auch dies natürlich deutlich kenntlich gemacht.

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