Unsere Demo #notmyRPO

#notmyRPO – Vertagung der Entscheidung im Senat am 10.07.2019

Über 100 Studis waren am Mittwoch bei unserer #notmyRPO Demo. Danach war die Senatssitzung, bei der noch ungefähr 40 Studierende dabei waren. Diese war in unseren Augen erfolgreich. Es wurde nicht über die RPO abgestimmt, sondern zwei Stunden sachlich und konstruktiv diskutiert.

Folgende Argumente wurden in der Diskussion im Senat geäußert:

  • Kürzung der derzeitigen 60-Zusatz-CP zu 30 CP:

Von manchen anwesenden nicht-studentischen Senatsmitgliedern wurde diese Änderung ebenfalls abgelehnt. Präsident Spoun hat sich auch gegen die Kürzung ausgesprochen. Wir haben uns von Beginn an dafür eingesetzt, dass die 60 Zusatz-CP erhalten bleiben, da unter anderem eine mögliche Master-Anschlussfähigkeit durch diese Regelung gefährdet sein kann. Zudem wiederspricht die Kürzung dem interdisziplinären Gedanken des Uni-Leitbilds.

  • Mögliche Anwesenheitspflicht in Seminaren bis zu 30 Teilnehmer*innen:

Über diese Änderung wurde sich sehr ausführlich ausgetauscht, auch wenn sich ein Großteil der anwesenden Professor*innen nicht in der Diskussion beteiligt haben. Wir haben den Eindruck die Professor*innen sehen eine optionale Anwesenheitspflicht positiv. Die Professor*innen wollen durch die Anwesenheitspflicht eine höhere Beteiligung in Seminaren erreichen. Wir stehen dieser Regelung sehr kritisch gegenüber, da hierdurch das selbstbestimmte Studium eingeschränkt wird und einige Gruppen der Studierendenschaft benachteiligt werden (z.B. Menschen mit chronischen Erkrankungen, Berufstätige)

  • Verschiebung der zweiten Klausurenphase:

Die zweite Klausurenphase soll in die Klausurenphase des Folgesemesters verschoben werden. Wir sehen viele Nachteile in dieser Änderung. Beispielsweise würden wir ein Semester länger studieren müssen, wenn wir die Klausur im letzten Semester nicht bestehen. Die Lehrenden argumentierten, dass für die Korrektur der Klausuren zu wenig Zeit vorhanden sei.

  • Verschiebung der Anmelde- und Abmeldefristen:

Die Abmeldefrist soll um fünf Werktage verlängert werden (bisher fünf Tage, zukünftig zehn Tage). Die Anmeldefrist soll um zwei Wochen verkürzt werden (bisher 15.05. / 15.11., zukünftig 30.04. / 31.10.). Wir finden diese Verschiebungen bedenklich. Die bisherige Flexibilität in der Planung von Prüfungsleistungen wird stark eingeschränkt. Als Argument der anwesenden Lehrenden wurde die Stärkung des „Commitments“ der Studis bei Gruppenarbeiten o. Ä. genannt. Mit der aktuellen Regelung haben die Verwaltungsmitarbeiter*innen sehr viel Arbeitsaufwand, weswegen sich die nicht-studentischen Senatsmitglieder für eine Verlängerung der Abmeldefrist aussprachen.

Nach zwei Stunden wurde der Tagesordnungspunkt geschlossen und der gemeinsame Wille nach einem diskursiven Prozess zur Annäherung und Lösungsfindung bekundet. Die Diskussion wird jetzt nochmal in der Zentralen Studienkommission (ZSK) behandelt. Wir erhoffen uns in der ZSK einen konstruktives und ein positives Ergebnis.

Wir bedanken uns bei allen Helfer*innen und allen, die gemeinsam mit uns protestiert haben. Ohne euch hätten wir es bis hierhin nicht geschafft. Natürlich werden wir euch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Hier noch ein paar Eindrücke von unserem Instagram Channel, dort könnt ihr immer uptodate sein! https://www.instagram.com/astaunilueneburg/

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